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Konfirmation

 

Meppen: Am Sonntag, dem 11. und 18. Mai 2014 traten in den Gemeinden der Neuapostolischen Kirche Norddeutschland viele junge Christen vor ihre Gemeinden, um ihre Treue zu Gott zu geloben und damit ein aktives Be­kenntnis zu ihrem Glauben abzugeben. 

Bis zum Jahr 2011 fand die Konfirmation in der Regel an einem Palmsonntag statt. Diese jahrzehntelange Regelung wurde von der Bezirksapostelversammlung geändert, um die Bedeutung des kirchlichen Hochfestes zu stärken. 

Konfirmation ist Bekräftigung
Neuapostolische Christen, die als Kinder die Sakramente der Heiligen Wasser­taufe und der Heiligen Versiegelung empfangen haben und seitdem am Sakra­ment des Heiligen Abendmahles teilhaben, feiern mit der Erreichung ihrer Religionsmündigkeit ihre Konfirmation. Der Begriff „Konfirmation“ ist unmittelbar vom lateinischen „confirmatio“ abgeleitet. Das bedeutet „Bekräftigung“ oder „Bestätigung“. 

Den für die genannten sakramentalen Handlungen notwendigen Glauben haben seinerzeit die Eltern bekannt. Gleichzeitig haben sie vor Gott gelobt, die Verantwortung für das Heranwachsen des Kindes zu einem mündigen Christen zu übernehmen. 

Verantwortung selbst übernehmen
Bei der Konfirmation geht es darum, dass die nunmehr herangewachsenen jungen Christen die uneingeschränkte Verantwortung für ihren Glauben selbst übernehmen und ihre Treue Gott gegenüber bestätigen. 

Das geschieht mit dem Konfirmationsgelübde, dass sie vor Gott und der Gemeinde öffentlich bekunden. Dazu wird ihnen unter Handauflegung eines priesterlichen Amtsträgers der Kirche der Konfirmationssegen gespendet. 

Eine Segenshandlung
Die Konfirmation ist in der Neuapostolischen Kirche damit kein Sakrament oder eine Ergänzung zu den sakramentalen Handlungen, sondern eine Segenshandlung zur Bekräftigung des freiwilligen Entschlusses der jungen Christen. Mit der Konfirmation sind die Konfirmanden eigenverantwortliche und mündige Christen in der Gemeinde geworden. 

Konfirmations-Gottesdienst
In der Gemeinde Meppen haben drei junge Konfirmanden vor dem Altar ihre Treue zu Gott gelobt und damit ein aktives Bekenntnis zu ihrem Glauben abgegeben. Der Gottesdienst, in dem die Konfirmation durchgeführt wurde, stand unter einem speziellen Bibelwort: „Du aber bleibe bei dem, was du gelernt hast und was dir anvertraut ist; du weißt ja, von wem du gelernt hast und dass du von Kind auf die Heiligen Schrift kennst, die dich unterweisen kann zur Seligkeit durch den Glauben an Christus Jesus.“ (2. Timotheus 3; 14. 15) 

Gott unterweist uns für das ewige Leben. Wir bereiten uns auf das ewige Leben vor, indem wir das Wort Gottes aufnehmen, uns durch Vorbilder anregen lassen, Prüfungen meistern, für den Herrn arbeiten und uns in die geschwisterliche Gemeinschaft einbringen. Hierzu wurden auch die jungen Christen aufgerufen. 

Nach Sündenvergebung und dem anschließenden Opfergebet las Bezirksevangelist Hader den vom Stammapostel verfassten Konfirmandenbrief vor. Danach wandte er sich in einer besonderen Ansprache direkt die Konfirmanden. Auf die Frage, ob die Konfirmanden ihren weiteren Weg als neuapostolische Christen in der Treue zu Gott zurücklegen wollen, bestätigen sie ihre Bereitschaft dazu mit einem „Ja“. Nun sagen sie gemeinsam das Konfirmationsgelübde auf. Dann spendet der Leiter des Gottesdienstes den Konfirmanden unter Auflegung seiner Hände auf ihr Haupt den Konfirmationssegen. Anschließend spricht er ihnen Glückwünsche aus, heißt sie als mündige Christen in der Gemeinde willkommen und überreicht ihnen den Konfirmandenbrief des Stammapostels.

Nach der Konfirmation sind die jungen Christen eigenverantwortliche Mitglieder der Kirchengemeinde. Sie zählen nun zur Jugend und können das Gemeindeleben mitgestalten, z. B. durch das Mitwirken im Gemeindechor oder in den Jugendgruppen. Es ist das Ziel, dass alle Konfirmanden sich aktiv am Gemeindeleben beteiligen. 

11. Mai 2014
Text: H. Schwendtner

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