Münster/Lengerich. Am Sonntag, 11. Oktober 2026, feierte die Gemeinde Lengerich einen besonderen Gemeindesonntag. Der Gottesdienst stand unter dem Gedanken, Gott als Schöpfer allen Lebens zu ehren und die Schönheit seiner Schöpfung bewusst wahrzunehmen. Außerdem konnten die Geschwister auf 20 gemeinsame Jahre zurückblicken - seit 2006 sind die Gemeinden Hasbergen-Gaste, Tecklenburg und Lengerich unter einem Dach vereint.
Drei Worte begleiteten durch den Gottesdienst: staunen, danken und achten. Staunen über die Vielfalt der Schöpfung, danken für das, was uns geschenkt ist, und achtsam mit dem umgehen, was Gott uns anvertraut hat – die Natur, das Leben und unsere Mitmenschen.
Der Gemeindesonntag wurde von vielen Mitgliedern mitgestaltet. Eine Bibellesung aus Psalm 148 nahm das Lob der ganzen Schöpfung auf und ermunterte dazu, Gott gemeinsam zu ehren. Auch Fürbitten wurden aus der Gemeinde heraus gestaltet. Für die musikalische Begleitung sorgte der Instrumentalspielkreis der Gemeinde.
Hast du heute schon gestaunt?
Ein besonderer Akzent lag auf dem persönlichen Staunen: Gemeindemitglieder hatten sich Gedanken gemacht, was sie an der Schöpfung ganz besonders staunen lässt, und dies auf Kieselsteine geschrieben. Diese Steine wurden anschließend vor den Altar gelegt und zeigten, wie vielfältig die individuelle Wahrnehmung von Gottes Schöpfung ist.
Schon im Vorraum der Kirche lud ein Aktionstisch unter der Überschrift „Hast du heute schon gestaunt?“ dazu ein, den Blick neu auf die kleinen und großen Wunder des Lebens zu richten.
Fusion ist ein Datum. Gemeinschaft ist eine tägliche Aufgabe
Dieser Gemeindesonntag bot zugleich Anlass, auf einen besonderen Abschnitt der eigenen Kirchen-Geschichte zurückzublicken. Am 10. August 2006 wurden die Gemeinden Hasbergen-Gaste, Tecklenburg und Lengerich zu einer Gemeinde zusammengeführt.
In den vergangenen 20 Jahren ist vieles gewachsen: Beziehungen, Freundschaften, gemeinsame Erlebnisse und vor allem eine Gemeinschaft, die von vielen Menschen getragen und mit Leben gefüllt wird.
Ein Gedanke bringt diesen Rückblick auf den Punkt: „Fusion ist ein Datum. Gemeinschaft ist eine tägliche Aufgabe.“
So lässt sich der Leitgedanke des Gottesdienstes auch auf die Gemeinde selbst übertragen: staunen über das, was in 20 Jahren gewachsen ist, danken für die Menschen, die diesen Weg mitgegangen sind, und achtsam mit der Gemeinschaft umgehen, die uns anvertraut ist.
Nach dem Gottesdienst blieb die Gemeinde noch zu einem gemeinsamen Mittagessen zusammen. Viele brachten Selbstgemachtes mit, sodass ein buntes Büfett zustande kam. Bei gutem Essen und vielen Gesprächen konnte jeder erleben, was Gemeinschaft ausmacht: Zeit füreinander, Begegnung und ein Miteinander, das über den Gottesdienst hinausreicht.
So verbindet dieser Gemeindesonntag das Lob des Schöpfers mit Dankbarkeit für 20 Jahre gemeinsamer Geschichte – und mit der Freude darüber, dass Gemeinde immer wieder neu wächst, wenn Menschen sie miteinander gestalten.
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