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Apostel spendet den Segen zur Gnadenhochzeit

 

Nordhorn. Am Sonntag, den 25. Oktober 2026 besuchte Apostel Carsten Denker die Gemeinde Nordhorn. In diesem Gottesdienst spendete er Brigitte und Erich Grütter den Segen zu ihrer Gnadenhochzeit. Es war das erste Mal, dass er diesen besonderen Segen spendete, wie der Apostel in seiner Ansprache an das Ehepaar verriet; denn 70 Jahre miteinander verheiratet zu sein ist ein seltenes Jubiläum, das nur wenige Paare feiern können.

Grundlage für den Gottesdienst war ein Vers aus dem Johannesevangelium: "Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben." (Joh 3, 16).

Passend hierzu sang der Chor in seinem ersten Liedvortrag: "Ich hab dich je und je geliebt" (Chorbuch für den neuapostolischen Gottesdienst (CNG) Nr. 333). Apostel Denker ging hierauf zu Beginn seiner Predigt ein und sagte, dass jeder dieses Liebesbekenntnis Gottes und das wohlige, sichere Gefühl, das dieses auslöse, mit nach Hause nehmen und tief in sein Herz legen solle. "Gott liebt dich und tut darum alles, um dich seine Liebe auch spüren zu lassen!", rief der Apostel der versammelten Gemeinde zu.

Gottes Liebe ist ohne Anfang und ohne Ende

Apostel Denker wandte sich dann an Brigitte und Erich Grütter und sagte, dass die beiden seit 70 Jahren miteinander verheiratet seien, was eine sehr lange Zeit sei. Ihre Liebe habe aber einen Anfang gehabt. Im Unterschied dazu sei Gottes Liebe unendlich, sie habe weder Anfang noch Ende. Aus dieser Liebe habe Gott die Welt geschaffen; und als sich der Mensch im Sündenfall von ihm abwandte, wollte Gottes Liebe die dadurch entstandene Trennung wieder aufheben. Aus dieser Liebe habe er sogar seinen eigenen Sohn gesandt und das Opfer bringen lassen, damit die Menschen wieder zu ihm kommen und in ewiger Gemeinschaft mit ihm leben können.

Jesus ist der Weg

Viele Menschen haben nicht verstanden, dass der Weg zum Heil nur über Jesus führt. So kam auch ein Nikodemus heimlich des Nachts zu Jesus, der ihm erklärt hat, dass der Mensch den Geist Gottes empfangen müsse, damit dieser in ihm eine Veränderung bewirken könne. Der Mensch müsse diese Veränderung dann aber auch wollen und umsetzen, so Apostel Denker. Jesus zeige uns in seiner Liebe aber nicht nur den Weg zu Gott, sondern bleibe auf diesem Weg auch bei uns - wenn wir es zulassen.

Gott liebt alle Menschen

Apostel Denker erinnerte daran, dass Gott alle Menschen geschaffen habe und darum auch alle Menschen liebe und Gemeinschaft mit ihnen haben wolle. Er habe deshalb nicht gewartet, bis der Mensch nach dem Sündenfall wieder zu ihm zurückgekommen sei, sondern habe den ersten Schritt auf ihn zugemacht. Gottes Liebe habe keinen Anfang und kein Ende, sie kenne aber auch keine Grenzen zwischen dem Diesseits und dem Jenseits. Gott wolle mit allen Menschen in ewiger Gemeinschaft leben! Darum erinnere er uns heute erneut an die feste Zusage, die jedem von uns ganz persönlich gelte: "Ich liebe dich - egal, wie du bist, was du getan hast und noch tun wirst. Ich lasse dich nicht allein, ich begleite dich auf deinem Weg und führe dich zu mir, du musst es nur wollen!"

Wer zu Gott kommen will, kommt an Jesus Christus nicht vorbei!

Der für den Kirchenbezirk Münster zuständige Bischof Thomas Klimek bat die Gottesdienstteilnehmer in seinem Predigtbeitrag, sich einmal vorzustellen, wie es auf dieser Erde aussähe, wenn Gottes Liebe und Jesu Eigenschaften in einem jeden Menschen vorhanden wären. Wir seien als Menschen gar nicht dazu in der Lage, uns diese ideale Welt vorzustellen, aber so sehe unsere Zukunft beim Herrn aus, und jeder Mensch habe die Möglichkeit, sie durch Gottes Liebe zu erreichen. Man komme auf diesem Weg aber nicht an Jesus Christus vorbei, sondern müsse heute schon seine Tugenden annehmen und sich darum bemühen, vorbehaltlos zu lieben und friedfertig und barmherzig zu sein.

Spendung der Sakramente

Wie in jedem Gottesdienst, feierte die Gemeinde gemeinsam das Heilige Abendmahl. In diesem Gottesdienst erfolgte eine weitere sakramentale Handlung: Apostel Denker versiegelte zwei Kleinkinder und spendete ihnen die Gabe des Heiligen Geistes.

"Bis hierher hat der Herr geholfen" (CNG Nr. 98)

Am Ende des Gottesdienstes spendete Apostel Denker dem Ehepaar Grütter den Segen zu seiner Gnadenhochzeit. In seiner Ansprache sagte er, dass das Ehepaar während seiner langen Ehe die Gewissheit hatte, dass der Herr an seiner Seite sei, und dass es erleben durfte, dass der Herr ihm immer wieder geholfen habe.

Es sei eine Leistung, 70 Jahre lang gemeinsam den Lebens- und Glaubensweg zu gehen. Als Brigitte und Erich 1956 geheiratet hätten, hätten sie sicherlich noch nicht daran gedacht, was sie im Lauf ihrer Ehe alles an Schönem und auch nicht so Schönem erleben würden. Sie durften aber erleben, dass Gottes Segen bei ihnen war. Durch diesen Segen seien die beiden im Glauben bewahrt worden und hätten in Treue und Liebe fest zueinander gestanden. Die Ehe der beiden sei mit drei Kindern, fünf Enkeln und vier Urenkeln gesegnet worden. 

"Schön, dass es euch gibt!"

Apostel Denker würdigte das Ehepaar Grütter als wahre Vorbilder für die Gemeinde: "Ihr seid ein Grundstein der Gemeinde; es ist schön, dass es euch gibt!"Als besonderes Wort gab er den Eheleuten einen Vers aus den Psalmen mit auf ihren weiteren Weg: "Denn deine Gnade reicht, so weit der Himmel ist, und deine Treue, so weit die Wolken gehen." (Ps 108, 5) Auf diese Gnade Gottes könne das Ehepaar auch weiterhin bauen und sich gewiss sein, dass Gott es auch weiterhin begleite.

Im Anschluss an seine Ansprache spendete der Apostel dem Ehepaar den Segen zur Gnadenhochzeit. Viele Gottesdienstteilnehmer nutzten nach dem Gottesdienst gern die Gelegenheit, dem Ehepaar zu seinem besonderen Ehejubiläum zu gratulieren.

26. Oktober 2026
Text: Simone Keller
Fotos: Arvid Krause

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