Den ersten Entschlafenen-Gottesdienst des Kalenderjahres feierte Bischof Thomas Klimek am 01. März 2026 mit der Gemeinde in Rheine. Ebenfalls eingeladen zu diesem Gottesdienst war die Gemeinde Steinfurt.
Als Grundlage für den Gottesdienst diente das Bibelwort aus Johannes 11, Vers 43: „Als er das gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus!“
Wieviel Platz räumst Du Jesus ein?
Zu Beginn seiner Predigt nahm der Bischof Bezug auf das zuvor vom gemischten Chor vorgetragene Lied „Hier ist der Weg“. Im Refrain heißt es: „Das hohe Ziel ist nicht mehr weit: das ew'ge Heimatland.“ Bischof Klimek betonte, dass alle Anwesenden das besungene Glaubensziel erreichen wollen und deshalb auch bewusst an diesem Gottesdienst teilnehmen wollten. Dazu bedürfe es der Gemeinschaft mit Jesu aber auch untereinander. Er verglich die Gemeinschaft mit einer Drehscheibe: Je weiter man sich am Rand befinde, desto stärker wirkten die Fliehkräfte. Darum sei es wichtig, die Mitte der Gemeinschaft zu suchen und dort bleiben zu wollen, um nicht vom Ziel abzukommen. Er führte weiter aus, dass so wie wir bewusst „da sein wollen“, so wolle auch Jesus – unser Seelenbräutigam – bei jedem Einzelnen sein. Dafür allerdings müsse im eigenen Leben Platz für Jesus geschaffen werden. Diese Frage stellte der Bischof in den Mittelpunkt: „Wie viel Platz räumen wir Jesus ein?“
Komm heraus!
Anschließend vertiefte der Bischof das Bibelwort. Er erinnerte daran, dass im Neuen Testament drei Erweckungen durch Jesus überliefert sind: die Tochter des Jairus, der Jüngling von Nain und Lazarus. Während Jesus bei den ersten beiden Fällen berührend eingriff, geschah die Auferweckung des Lazarus allein durch den machtvollen Ruf: „Komm heraus!“ Damit habe Jesus gezeigt, dass sein Wort Macht über den Tod besitzt.
Der Ort, an dem Lazarus begraben war, war für Jesus gefährlich – zuvor hatte man dort versucht, ihn zu steinigen. Dennoch kehrte Jesus bewusst dorthin zurück, um seinen göttlichen Auftrag sichtbar zu machen. Dies wird auch in Jesu Aussage deutlich, dass der Tod des Lazarus und die Erweckung zur Ehre und Verherrlichung des Sohnes Gottes diene.
Für die Gemeinde heute bedeute dies, den Ruf Jesu zu hören. Sein Ruf „Komm heraus!“ sei ein Ruf zurück ins Leben – auch an die bereits Verstorbenen. Im Entschlafenen‑Gottesdienst tritt die Gemeinde in ein besonderes Fürbittengebet für die Verstorbenen ein. Gott sorgt dafür, dass dieses Gebet auch Wirkung habe.
Gott liebt alle Menschen!
In Co-Predigten unterstrichen Priester Elfers und Diakon Schönsee die Predigtaussagen des Bischofs und führten an, dass in der besonderen Atmosphäre des Gottesdienstes - abgehoben vom Alltag - die Liebe Gottes spürbar sei. Gottes Liebe unterscheide nicht zwischen Lebenden und Toten – sie gelte allen. Somit erreicht auch Jesu Ruf einen jeden Menschen.
Im Anschluss an die Predigt erlebte die Gemeinde Sündenvergebung und feierte das Heilige Abendmahl. Daran schloss sich ein besonderes Fürbittengebet für die bereits Verstorbenen an. Mit Gebet und Segen endete der Gottesdienst.
Gedanken zum Gottesdienst für Entschlafene in der Neuapostolischen Kirche finden sich hier.
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